Entre joven y adulto - Studentenkultur in Argentinien und Deutschland
(Katharina Rosenberg, Frankfurt a.O/Kiel)
Der Vortrag wird eine moderne und recht einflussreiche Subkultur in Argentinien näher ins Auge fassen: Die Sprache und Kultur argentinischer Studenten.
Ein Student lebt in einer chaotischen WG, hat weder Geld noch Kinder und schläft auch wochentags bis in die frühen Abendstunden. Studenten sind geradezu der Prototyp der Postadoleszenz: Der Lebensphase, die etwa seit den 1990er Jahren zwischen die Jugend und das Erwachsenenalter tritt und die Jugend bis ins vierte Lebensjahrzehnt ausweiten kann. Aber lässt sich eine Studentenkultur generell so beschreiben oder handelt es sich hierbei um ein Phänomen, das sich auf den nordamerikanisch-europäischen Kulturkreis beschränkt? Worin liegt das ganz Besondere der Studentenzeit? Anhand einer empirischen Studie in Deutschland und Argentinien wird das Phänomen der Postadoleszenz in verschiedenen Kulturkreisen beleuchtet. Von Schlafgewohnheiten über Drogenkonsum bis zu Werten und Sprachgebrauch wird illustriert, worin sich eine Studentenkultur im Allgemeinen manifestiert – und was im Einzelnen die argentinische Studentenkultur charakterisieren mag. Strukturelle und kulturelle Faktoren werden herausgearbeitet, die eine Studentenkultur prägen und ebenso deren Eigenständigkeit gezeigt.
Die „Ringvorlesung Lateinamerika” bietet Vorträge zu lateinamerikanischen Themen aus den einzelnen Fachbereichen, die an den Studiengängen B.A./M.A. Regionalstudien und Diplom Regionalwissenschaften Lateinamerika beteiligt sind. Als Gastdozenten werden sowohl deutsche als auch ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen. Alle Studierenden, Absolventen und Ehemalige sind herzlich eingeladen.
Das vollständige Programm der Ringvorlesung für dieses Sommersemester findet ihr unter: http://www.lateinamerika.uni-koeln.de/rvl.html