Die Bewegung der Cocaleros in Bolivien: Eine Geschichte der internen Migration
Carmen Julia Ibañez Cueto (Rostock)
In den letzten zehn Jahren fanden in Bolivien tiefgreifende politische Veränderungen statt, deren sichtbarste die Wahl von Evo Morales zum ersten indigenen Präsidenten war. Treibende Kraft dieser Veränderungen waren verschiedene soziale Bewegungen, darunter als wichtigste die der Cocaleros, der Kokabauern. In diesem Vortrag wird aufgezeigt, wie die Bewegung der Cocaleros aus der Migration der Bergarbeiter und indigenen Bauern aus dem bolivianischen Hochland in das Tiefland hervorging, und wie dabei die Identitäten, Organisationsformen und Diskurse beider Gruppen miteinander verschmolzen und transformiert wurden. Ohne die Geschichte der internen Migration wäre die Bewegung der Cocaleros und ihr entscheidender Einfluss auf den politischen Wandel in Bolivien nicht zu verstehen.
Die „Ringvorlesung Lateinamerika” bietet Vorträge zu lateinamerikanischen Themen aus den einzelnen Fachbereichen, die an den Studiengängen B.A./M.A. Regionalstudien und Diplom Regionalwissenschaften Lateinamerika beteiligt sind. Als Gastdozenten werden sowohl deutsche als auch ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen. Alle Studierenden, Absolventen und Ehemalige sind herzlich eingeladen.
Das vollständige Programm der Ringvorlesung für dieses Sommersemester findet ihr unter: http://www.lateinamerika.uni-koeln.de/rvl.html