Reportage „Ohne Papiere in Deutschland“ und Diskussion mit den Regisseuren
(Mauricio Estrella, Berlin / Antonio Uscátegui, Köln)
In Deutschland leben und arbeiten über eine Millionen Menschen ohne Papiere - in der so genannten „Illegalität”. Sie putzen, pflegen und verrichten Knochenjobs. Ihre Löhne sind gering, ihre Mieten überhöht, denn wer nicht „legal” ist, ist rechtlos und auf Mitwisser angewiesen – oder ihnen ausgeliefert.
In der Abschiebehaft lernen Mauricio Estrella und Antonio Uscátegui den 29-jährigen Abelardo kennen, der vor fünf Jahren nach Deutschland kam, um mit seinen Überweisungen seine kranke Mutter unterstützen zu können. Er erzählt von seinen Erfahrungen in Deutschland, seinen Arbeiten und den Strategien, die der passionierte Salsa-Tänzer entwickelte, um zu überleben und seine Lebenslust nicht zu verlieren. Bei seiner Abschiebung kann er auf dem Amsterdamer Flughafen fliehen und reist wieder nach Deutschland ein.
Pedro Pérez ist seit 10 Jahren in Deutschland. Der Familienvater holte nach einigen Jahren seine Frau Maria nach, die beiden Kinder bleiben drei Jahre in der Obhut der Großeltern, bis sie schließlich auch nach Deutschland ziehen. Die Familie Pérez spricht deutsch und hat feste Arbeitsstellen. Die Kinder gehen zur Schule. Diese Normalität in der „Illegalität” bricht auf, als bei Maria Magenkrebs diagnostiziert wird. Wie verwirklichen Menschen ohne Papiere ihr Recht auf Bildung und Gesundheit?
Im Anschluss an die Filmvorführung stehen die Regisseure für Fragen zur Verfügung.